MURKEL SCHUBERTH
         
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Charlotte (Murkel) Schubert
zum 100. Geburtstag

Ausstellungsdauer:  29. November 2014  bis 15. Februar 2015

Die Kieler Künstlerin Charlotte (Murkel) Schuberth (1914-2000)
Die in Kröslin bei Greifswald geborene Künstlerin, die ihre Werke mit
ihrem Spitznamen Murkel signierte, hatte zwar vor dem II. Weltkrieg
in Berlin und Prerow auf dem Darß Mal- und Zeichenunterricht
erhalten, aber erst nach ihrem schweren Autounfall 1950 begonnen,
sich eine Existenz als Malerin aufzubauen.
Zusammen mit ihrem Sohn war sie 1945 als Flüchtling nach Kiel
gelangt, wo sie auch verstarb. Murkel und das Paris der 1960er
Jahre; das ist unbestritten der wichtigste Aspekt in der künstlerischen
Biografie der Malerin. Ein Reisestipendium der Schleswig-Holstei-
nischen Landesregierung hatte ihr 1959 einen Aufenthalt in der fran-
zösischen Metropole ermöglicht. Von da ab ließen diese Stadt und
ihre Menschen sie nicht mehr los.Die menschliche Figur, gerne auch
als energiegeladene weibliche Aktdarstellung, bestimmt das maleri-
sche Schaffen von Murkel, die sowohl Picasso als auch Modigliani
sehr schätzte. In relativ großen Bildformaten arbeitete die Künstlerin,
die ihre Malerei aus der Zeichnung entwickelte, plastisch mit der
Farbe und modellierte ihre Modelle voluminös vor flächig-ornamenta-
lem Hintergrund. Charakteristisch für ihr Kolorit ist der starke Einsatz
von Weiß und ihre Vorliebe für Rot-Blau-Akkorde. Nach großen Re-
trospektiven 1976 und 1984 in der Pommern-Stiftung, damals noch
im Rantzaubau des Kieler Schlosses, möchte das Künstlermuseum
Heikendorf-Kieler Förde in diesem Winter ihren 100. Geburtstag mit
einer Ausstellung würdigen.
 

 

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